Bring Me The Horizon

Bands: Bring Me The Horizon mit While She Sleeps und Basement
Ort: Jahrhunderthalle, Bochum
Datum: 18.11.2016

Ja, sie sind nun Rockstarts. BRING ME THE HORIZON haben den Sprung in den Mainstream geschafft. Das Publikum besteht nicht nur noch aus Szene-Kennern in Bandshirts, sondern umfasst auch Genre-fremdes Publikum, welches wohl nur das poppige Material vom 2015er Album „That’s The Spirit” kennt oder zumindest mag.

Erste Band in der wirklich gut besuchten Halle sind die Briten von BASEMENT. Die Emo/Alternative Rocker kämpfen mit eher mäßigem Sound. Etwas zu blechern kommen die knackigen Songs aus den Boxen. Gesanglich ist Sänger Andrew Fisher wie immer mehr als nur einmal neben der Tonleiter, aber was soll’s? Es passt halt zum rauen Sound der Gruppe. Besonders die Nummern von den ersten beiden LPs „Wish I Could Stay Here” und „Colourmeinkindness” beweisen dies eindrucksvoll. Im Publikum gibt es für Nummern wie ’Covent’ oder ’Earl Grey’ nur mäßig Applaus. Schade, aber ich denke, dass die meisten Anwesenden noch nie zuvor etwas von BASEMENT gehört haben.

WHILE SHE SLEEPS haben da ganz andere Karten. Der thrashige Metalcore der Insel-Gruppe kommt gut an. Die ersten Pits werden auf der Tanzfläche eröffnet. Live sind die Jungs wirklich gut und der angepisste Sound macht Spaß. Leider kann mich die Band auf Platte dafür nie so begeistern. Klar, Hits haben sie und diese bringen sie auch live, auf voller Albumdistanz ist allerdings zu viel Füllmaterial dabei. Dennoch sind WHILE SHE SLEEPS recht beliebt, was auch die Circle Pits und Hüpfburgen erklärt. Bei dem neuen Song, den sie zum Besten geben, hat man wohl fleißig bei „Chaos A.D.” von SEPULTURA abgeguckt. Das groovt und knüppelt herrlich. Vielleicht kann das dritte Studioalbum der Engländer mich ja mehr überzeugen.

Überzeugen können dafür BRING ME THE HORIZON. Mit ’Happy Song’ beginnt das gut 70 minütige Inferno. Die Lichtshow ist bombastisch! Nahezu jeder Anschlag wird mit einem Lichteffekt repräsentiert. Durch riesige Animationsleinwände verschwindet die Bühne nahezu komplett. Optisch macht das wirklich einiges her! Auch musikalisch ist die Show wirklich gut. Zwar bietet man nicht viel neues Material im Vergleich zur letzten Tour, dennoch ist mit ’Oh No’ im Zugabenteil eine wirklich tolle Ergänzung dazugekommen. Ein, zwei alte Songs mehr würden der Band aber nicht schaden. Immerhin vergisst man das komplette „There Is A Hell, Believe Me I’ve Seen It. There Is A Heaven, Let’s Keep It A Secret”-Album – da könnte man ruhig wieder ein, zwei Songs mit in die Setlist integrieren. Aber sonst kann man wirklich nicht meckern. Das eher klebrige ’Follow You’ ist Live ein absoluter Kracher und deutlich besser als die Studioversion und gegen ’Drown’, welches den Gig beendet, kann man eh nichts sagen. Bei diesem Song haben sich die Briten um Oliver Sykes selbst übertroffen. Ohne Zweifel war dies einer der besten Konzertabende des Jahres!

Text by Sebastian Berning

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