Pflanzenlampen

Pflanzenlampen – Ideales Licht für das Wachstum der Pflanzen‎

Pflanzenlampen sollen keine Effekte im Garten oder Wohnzimmer erzeugen, sondern das Wachstum der Pflanzen durch eine bessere Fotosynthese fördern. Das ist besonders für Pflanzen aus südlichen Gefilden wichtig, die in Europa kaum ausreichend viel Licht erhalten – schon gar nicht im Herbst oder Winter.

Einsatz der Pflanzenbeleuchtung

Pflanzen werden zusätzlich beim Überwintern, bei der Anzucht und an dunklen Standorten beleuchtet. Wärmebedürftige Gemüsearten wie Artischocken, Paprika oder Auberginen könnten damit schon im Januar zu wachsen beginnen. Es lässt sich ein künstlicher Tag herstellen, wie er in den Tropen und oder Subtropen mit bis zu 14 Stunden Sonnenlicht normal ist. Das bedeutet: Mit diesen Lampen lassen sich auch Exoten halten. Eine Zeitschaltuhr kann den Tag für die Pflanzen regeln. Die Lampen benötigen den passenden Abstand zur Pflanze, als ideal gelten Deckenbefestigungen. In einem Wirtschaftsraum können die Lampen auch an der Wäscheleine hängen. Sogenannte Kurztagpflanzen – darunter der Weihnachtsstern – benötigen im Spätsommer etwa sechs Wochen für 12 Stunden täglich Licht. Mit diesem “Kurztag” bilden sich neue farbige Hochblätter. Um die Pflanze zur Weihnachtszeit wieder zum Blühen zu bringen, sollte sie in einem stockdunklen Raum stehen und mit einer ausreichend starken Pflanzenbeleuchtung täglich 12 Stunden lang Licht erhalten. Das regelt eine Zeitschaltuhr. Je nach Bauart verbraucht die Pflanzenbeleuchtung gar nicht so viel Strom wie gedacht, LEDs und Neonröhren etwa sind sehr sparsam.

Die Technik hinter den Lampen

Für den benannten Zweck eignet sich nicht jede Lampe. Es handelt sich um Speziallampen, die Licht in bestimmten Wellenlängen und mit einer gewissen Leuchtkraft abgeben. Zu den erforderlichen Voraussetzungen gehört außerdem ein nicht zu großer Strombedarf, denn die Lampen leuchten meistens über viele Stunden am Tag. Das erfüllt nachgewiesenermaßen seinen Zweck. Die Technik hinter den Lampen basiert daher auf

  • LED
  • Metallhalogendampf
  • Natriumdampf
  • Leuchtstoff (“Neon”)

Solche Lampen sind sehr wirksam, denn eine Pflanze erhält schon in einem Meter Entfernung vom Fenster nicht mehr genügend Licht. Im Winter gilt das als besonders prekär. Das ist an den Pflanzen auch zu sehen: Ihre Triebe werden lang und weich, sie zeigen kleinere, hellgrüne Blätter und machen so auf ihren Lichtmangel aufmerksam. Ihre Anfälligkeit für Schädlinge steigt, schlimmstenfalls gehen sie ein.

Die richtige Wellenlänge von Pflanzenlampen

Für die Beleuchtung von Pflanzen müssen die Lampen im passenden Farbspektrum strahlen. Dieses basiert auf der Wellenlänge des abgegebenen Lichts. Unser Tageslicht enthält praktisch das gesamte Farbspektrum und auch ultrarotes und ultraviolettes Licht, das wir nicht sehen können, dass aber für die Lebewesen ebenfalls wichtig ist (oft nützlich, manchmal sogar schädlich). Die Pflanzen benötigen aus dem Farbspektrum vorrangig den blauen und roten Anteil in einem bestimmten Verhältnis. Diese Relation und die Lichtintensität sind maßgeblich entscheidend für das Gedeihen einer Pflanze. Bei zu hohem Rotanteil oder zu geringer Lichtstärke entstehen beispielsweise nur lange Triebe mit spärlichen Blättern. Der Gärtner sagt dazu: Die Pflanze “vergeilt”. Hinzu kommt der nicht zu unterschätzende Aspekt, dass die Lampen hell sein sollten und gerade im Wohnzimmer auch dem menschlichen Auge gefallen müssen. Sicherlich möchten Sie nicht in der guten Stube im violetten Licht sitzen, wie wir es aus manchen Blumenläden kennen. Der Farbton wird auf den Lampen angegeben: Die Kennzeichnungen 5.000 Kelvin, 1A und 1B entsprechen am ehesten dem Tageslicht. Wenn natürlich Pflanzen in einem Wirtschaftsraum überwintern sollen, ist die Lichtfarbe für den Menschen unwichtig. In diesem Kontext ist zu erwähnen, dass sich herkömmliche Glühlampen als Sonnenersatz nicht eignen, und zwar auch dann nicht, wenn sie bläulich eingefärbt sind und als “Pflanzenlicht” verkauft werden. Das menschliche Auge nimmt sie zwar als hell wahr, doch der Anteil an Rotlicht ist zu hoch. Er verführt die Pflanzen zu einem verstärkten Längenwachstum. Zudem sind Glühlampen zu heiß, sie verbrauchen auch zu viel Strom.

Leuchtstofflampen (“Neonröhren”)

Diese Lampen enthalten heute kein Neon mehr, ihr Name hat sich aber gehalten. Es sind Niederdruck-Gasentladungslampen, die ein Vorschaltgerät für die Zündung des Gasgemisches benötigen. Der blaue Lichtanteil ist hoch, auch werden diese Lampen nicht heiß. Sie können 20 Zentimeter über der Pflanze hängen (nicht tiefer und nicht höher als 30 cm). Die Leistungen der Leuchtstoffröhren liegen zwischen 18 bis 75 Watt. Die geeigneten Lichtbezeichnungen für Pflanzen sind kalt- oder neutralweiß bzw. daylight, auch warmweiße Leuchtstoffröhren gibt es. Diese geben für Menschen zwar sehr angenehmes Licht ab, doch für Pflanzen ist der Rotanteil zu hoch.

Pflanzenlampen LED

LEDs setzen sich aufgrund ihrer niedrigen Stromkosten, der langen Lebensdauer und der hohen Lichtausbeute in verschiedenen Spektren auch im Haushalt immer mehr durch, für Pflanzen sind sie gleichfalls sehr gut geeignet. Sie sind zu diesem Zweck als LED Grow Lampe (“Wachstumslampe”) im Handel zu finden. Für eine einzelne Pflanze sind sie auch kostengünstig genug, für Pflanzenarrangements wäre mit hohen Anschaffungskosten zu rechnen. Eine Led Grow Lampe liefert in der Regel das volle Spektrum an rotem und blauem Licht, sie unterstützt damit optimal die Fotosynthese. Moderne Exemplare der Pflanzenlampen LED strahlen im Winkel von 360° ab und liefern damit sehr viel Licht, sparen Strom eignen sich ideal für Hydrokulturpflanzen, Gewächshäuser, Indoor-Gärten, Bonsai-Bepflanzungen, Aquarien und für die Aquaponik-Bepflanzung von Blumen. Auch Tomaten, Paprika, Kräuter und Blattgemüse lieben die Pflanzenlampen LED.

Metallhalogendampflampen

Diese Lampen ähneln großen Glühbirnen, sie geben die vierfache Lichtausbeute gegenüber Energiesparlampen ab. Nach dem Einschalten benötigen sie einige Minuten bis zu ihrer vollen Leistung. Auch sie benötigen ein Vorschaltgerät und stehen daher nur in speziellen Lampenbauarten zur Verfügung. Im Gegensatz zu Neonröhren werden sie recht warm, der Abstand zur Pflanze soll daher mindestens 50 Zentimeter betragen. Der Handel bietet fertige Sets mit Leuchte sowie Wand- oder Deckenbefestigung an. Die Lichtausbeute ist sehr hoch, daher sind Metallhalogendampflampen das perfekte Wachstumslicht für einen dunklen Standort. Auch zur Anzucht und als Zusatzlicht im Winterhalbjahr eignen sie sich sehr gut.

Natriumdampflampen

Die mit Abstand beste Lichtausbeute unter allen Pflanzenlampen bietet diese Bauart, die das Tageslicht komplett ersetzen kann. Damit ist sogar die Pflanzenzucht im Keller möglich. Natriumdampflampen werden in Leistungsstärken zwischen 150 bis 1.000 Watt angeboten. Das genügt als Wachstums- und Zusatzlicht sowie für die Anzucht. Allerdings wird der Natriumdampf sehr heiß, die Pflanzen benötigen einen gebührenden Abstand am besten nicht unter 100 cm. Das Lichtspektrum ist nicht ganz optimal, was bei sehr empfindlichen (tropischen) Pflanzen zu beachten ist. Die Lampen strahlen orangefarben, man sieht sie oft in Gewächshäusern wegen der perfekten Lichtausbeute. Dort sind sie im Gegensatz zum Haushalt oder heimischen Garten gefragt, doch sie kosten viel und verbrauchen auch viel Strom.

 

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