Manowar – The Final Battle

Band: Manowar
Location: Velodrom, Berlin
Datum: 3.4.2019

Manowar gehen auf große „The Final Battle“-Tour. Viele Fans hielten das Motto für die Abschiedstour der Heavy-Metal-Institution.Fehlanzeige! Es handelt sich um den Namen der ersten EP einer EP-Trilogie – ein neuer Song wird übrigens nicht im Set sein.

Gegen 20 Uhr ist die Halle gut gefüllt, jedoch liegt das auch daran, dass große Teile der auch als Rennbahn benutzten Location mit schwarzen Vorgängen abgehangen worden ist. Gut 3500 Metalheads haben sich trotz happiger Konzerttickets für über 85€ und T-Shirt-Preisen von 40€ eingefunden.

Statt Vorband gibt es einfach mal eine halbe Stunde dunkle Halle, etwas Licht von den Frontscheinwerfern der Bühne und keine Musik. Das kann sich auch nur eine Truppe mit dem Ego von Manowar trauen.

Nach einem pathetischen Intro, auf welchem sogar Schauspieler auf den Felsattrapen der Bühne stehen und heroische Posen einnehmen, geht es mit „Manowar“ los. Der Sound ist grottig. Wirklich tight ist das Quartett auch nicht und Sänger Eric Adams muss öfters von der Bühne verschwinden.

Doch dann die Wende: Der Sound ist gut und die Band spielt gut zusammen. Es kommt bei Klassikern wie „Blood of My Enemies“ oder neuen Songs der Marke „Songs of Odin“ echt Stimmung auf. Der Funke springt über und ich bin echt überrascht, wie viel Spaß diese Show macht. Trotz nahezu lächerlicher Animationen im Hintergrund, die auch aus einem PC-Game der 90er Jahre stammen könnten, ist der Gig mehr als unterhaltsam. Eric Adams trifft nicht mehr jeden Ton, verschwindet auch in den nächsten 100 Minuten gerne mal von der Bühne – doch mal sieht ihm die Leidenschaft wirklich an.

Man merkt jedoch schon, dass die „Warriors“ besonders auf klassischen Material wie „Fighting The World“, „The Gods Made Heavy Metal“, „Kings of Metal“ oder auch die 2002er Hymne „Warriorrs of the World United“ stehen. Mit Songs, die neueren Datums sind, bin zumindest ich nicht vertraut. Überraschend: Da sind ja echte Perlen bei. Dem Spätwerk dieser zwischen peinlich und geil pendelnden Band muss definitiv Beachtung schenken.

Nach „Hail and Kill“ ist dann alles aus. Manowar verlassen die Bühne (leider nicht zu „The Crown and The Ring“) und die Warriors können gegen halb elf schon die S-Bahn nehmen. Reicht ja auch eine tolle Show in Berlin gesehen zu haben!

 

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