Hardware-Wallet und wlan-sticks

Hardware-Wallet

Hardware-Wallet für Kryptowährungen

Wer Kryptowährungen kauft, muss sie irgendwo aufbewahren. Hierfür gibt es die beiden prinzipiellen Möglichkeiten des digitalen Wallets (Brieftasche für die Kryptos) oder des Hardware-Wallets. Digitale Wallets liegen entweder auf der eigenen Festplatte oder in einer Cloud, die wiederum eine eigene oder die des Kryptohändlers sein kann. Damit sind digitale Wallets prinzipiell anfällig für Hackerangriffe. Daher bevorzugen viele Anleger Hardware-Wallets. Das sind zumeist USB-Sticks, auf denen die Kryptos verwahrt und die danach vom Netz getrennt werden, was als sicherer gilt.

Was leistet ein Wallet?

Jedes Wallet ist ein Aufbewahrungsort für die eigenen Kryptos und hat damit die Funktion einer eigenen Bank. Achtung: Die Krypto-Wallets sind nicht mit eWallets wie Neteller oder Skrill zu verwechseln. Dies sind moderne Aufbewahrungsorte für Fiat-Geld. Krypto-Wallets werden speziell konzipiert und verschlüsselt. Aus ihnen kann der Anleger seine Kryptos verschicken, neue Kryptos kann er dort aufbewahren und verwalten. Die Verwaltung wird durch Zugangscodes geschützt, die allerdings bei digitalen Wallets auch schon geknackt wurden. Bei vom Netz getrennten Hardware-Wallets ist so ein Angriff aber sehr unwahrscheinlich: Sie werden ja nur für wenige Sekunden bis Minuten mit dem Netz verbunden, falls eine Transaktion stattfindet. Zusätzlich lassen sie sich mit einem Backup-Seed absichern, das bei Verlust des physischen Datenträgers einspringt.

Wo gibt es Hardware-Wallets?

Diese Wallets verkaufen die Hersteller und Handelspartner wie etwa Amazon. Auch das niederländische Unternehmen Cryptomaan ist eine bekannte Vertriebsadresse für Hardware-Wallets. Die Preise hierfür schwanken durchaus, was mit den Preisen verschiedener Coins assoziiert ist. Wenn diese steigen, ziehen die Preise der Hardware-Wallets aufgrund steigender Nachfrage nach. Dann können sich sogar Lieferungen verzögern. Zuletzt wurde dieser Effekt 2017 beobachtet.

Die beliebtesten Hardware-Wallets

Die nachfolgend genannten Hardware-Wallets gelten als ausgereifte technische Lösungen und sind dementsprechend sehr beliebt.

Trezor

Dieses Wallet ist sehr nutzerfreundlich und dient der Aufbewahrung von Bitcoins und anderen Altcoins wie Litecoin und Ether. ERC-20-Token lassen sich damit ebenfalls verwalten. Zugang:

  • Einloggen mit MyEtherWallet
  • Anwendung für Android
  • Erweiterung für Chrome

Trezor T

Bitcoins und Altcoins wie Ether lassen sich mit Trezor T einfach und sicher verwalten. Das Hardware-Wallet verfügt über einen übersichtlichen Touchscreen, einen USB-C-Anschluss und einen Slot für MicroSD-Karte. Zugang:

  • Einloggen mit MyEtherWallet
  • Anwendung für Android
  • Erweiterung für Chrome

Ledger Nano X

Hierbei handelt es sich um das neueste Hardware-Wallet des Herstellers Ledger. Es lässt sich via Bluetooth mit dem Smartphone verbinden. Für die Verwaltung der Kryptos stellt der Hersteller eine kostenlose App zur Verfügung. Die Kryptos sind im Hardware-Wallet sicher aufgehoben, ihre Transfers erfolgen mit moderner Smartphonetechnologie. Das Ledger Nano X kann 100 Kryptowährungen verwalten, was deutlich mehr ist als beim Vorgänger Ledger Nano S. Dieser ist auf 18 Kryptowährungen beschränkt. Zugang:

  • über das Smartphone via Bluetooth
  • über einen Rechner via Kabel

Zu beziehen ist das Ledger Nano X über den Hersteller oder beispielsweise über Cryptomaan.

Ledger Nano S

Der Vorgänger des Ledger Nano X unterstützt 18 der beliebtesten Coins, darunter die ERC-20-Token, die im Ethereumnetzwerk geschürft werden. Die Sicherung des Wallets erfolgt mit einer PIN. Zugang:

  • Integration mit Electrum, Copay, Mycelium, GreenBits en Bitgo und MyEtherWallet
  • über Ledger Live auf dem Computer

KeepKey

Das Hardware-Wallet nimmt verschiedene Coins wie Bitcoin, Ether, Litecoin und andere Altcoins auf. Es verfügt für die Nutzerfreundlichkeit über ein großes Display. Zugang:

  • Integration mit Mycelium und Electrum
  • Erweiterung für Chrome

BitBox02

Dieses minimalistische Hardware-Wallet operiert mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung für den besseren Datenschutz und noch mehr Sicherheit. Es speichert Bitcoins und Ether und ist sehr benutzerfreundlich aufgebaut. Zugang:

  • eigener Software-Client, um Sicherheitsrisiken eines browserbasierten Clients zu vermeiden
  • Funktion „verstecktes Wallet“, um den Zugang für unbefugte Nutzer zu verschleiern

Wie sicher ist ein Hardware-Wallet?

Hardware-Wallet und wlan-sticks

Hardware-Wallet und wlan-sticks

Von allen Aufbewahrungsmöglichkeiten für Kryptos ist es die sicherste Lösung. Doch natürlich könnte es als rein physische Lösung verlorengehen oder zerstört werden. Dagegen hilft ein Back-up auf einem zweiten Hardware-Wallet, zu dem allerdings ein sogenannter „Seed“ gehört. Dieser ist eine Verschlüsselung mit 12 oder 24 willkürlichen Wörtern, die das Wallet selbst auswählt. Die Blockchain identifiziert von jedem Wort den Buchstaben 1 bis 4 und erkennt damit das Back-up als gültig an. Der Seed wird nur offline gespeichert und ist daher nicht zu hacken. Er wird bei der Verwendung von Hardware-Wallets dringend empfohlen.

zusätzliche Speicherung ratsam

Es ist durchaus zu ratsam, den Seed zusätzlich auf Papier zu notieren und an einem sicheren Ort aufzubewahren. Da jedoch auch Papier leicht zerstörbar ist, gibt es inzwischen einen CRYPTOTAG: Das ist eine Titanplatte für das Einstanzen des Seeds. Solche Platten bieten verschiedene Hersteller an. Sie widerstehen je nach Ausführung Temperaturen zwischen 1.200 und 1.665 °C, sorgen für eine schnelle Gravur des Seeds, sind absolut korrosionsbeständig und werden daher von den meisten Herstellern mit einer lebenslangen Garantie angeboten.

5 Kommentare
  1. Thomas
    Thomas sagte:

    Der Schlag gegen das Cybercrimenetzwerk Emotet war nicht mehr als ein Achtungserfolg für die Ermittler. Das zeigen die jüngsten Hackerangriffe in den USA, Frankreich und Irland: Die Erpresser sind so aktiv wie eh und je. Ende April beging das Schadprogramm Emotet rund um den Globus auf zehntausenden damit infizierten Computern sozusagen Selbstmord.

    Antworten

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  1. […] unbrauchbar machen. In manchen Fällen und bei sehr komplexen und bösartigen Viren kann sogar die Hardware betroffen sein – dies ist jedoch die Ausnahme. Heutzutage ist die Bedrohung durch Viren gewaltig […]

  2. […] in einem Offline-Wallet in Form eines USB-Sticks, den Sie nur zum Zweck einer Transaktion mit dem Internet […]

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