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Gran Canaria Rundreise

Reisebericht Gran Canaria

Unser Arbeitsurlaub auf Gran Canaria war traumhaft schön. Wir landeten auf dem Flughafen Gran Canaria bei strahlendem Sonnenschein, der im Osten, aber 18 km südlich von Las Palmas de-Gran Canaria liegt. Von hier sind die Touristenzentren Playa del Inglés, Maspalomas und San Agustín jeweils nur wenige Kilometer entfernt. Der Anflug war herrlich, denn der Flughafen liegt direkt an der Bahía de Gando (einer Bucht), auch die spanische Luftwaffe nutzt ihn. Schon seit 1930 ist es per königlichen Erlass ein staatlicher Flughafen, die erste Linienverbindung ab Madrid bestand seit 1935. Durch die Lage Gran Canarias direkt zwischen Europa und Südamerika legen hier viele Interkontinentalmaschinen Zwischenstopps ein, doch die meisten Flieger kommen aus Deutschland oder Großbritannien. Das ist dem Status der Insel als beliebtes Feriendomizil geschuldet, wofür es viele gute Gründe gibt.

Unsere Unterkunft auf Gran Canaria

Wir wohnten im sehr schönen Masai Mara Resort in San Bartolome de Tirajana im Süden der Insel, ein schickes, jedoch dennoch sehr preiswertes Hotel (Frühstück nur 9,- € Aufpreis). Es verfügt über einen Außenpool und kostenloses WLAN, in der Suite konnten wir uns selbst verpflegen – eine Küche inklusiv Geschirr, Besteck, Kochgeschirr, Kühlschrank, Herd und Mikrowelle ist integriert. In der unmittelbaren Umgebung des Hotels gibt es diverse Ausflugsziele, die teilweise in nur 10 bis 30 Gehminuten zu erreichen sind. Einige liegen etwas weiter entfernt, doch auch Busverbindungen sind bestens ausgebaut. Zu empfehlen sind beispielsweise:

  • Camel Safari Park
  • Naturpark Pilancones
  • Necrópolis de Arteara
  • Degollada de las Yeguas (Aussichtspunkt)
  • Bodegas Las Tirajanas
  • Holidayworld Maspalomas
  • Jardín Botánico Maspalomas

Wir waren natürlich auch im Yumbo Shopping Center oder auf den Dünen von Maspalomas unterwegs. Bis zur Hauptstadt Las Palmas waren es knapp 40 Autominuten.

Unser Ausflug in den Naturpark Bandama

Der Naturpark Bandama liegt im Nordosten und besteht aus der Caldera de Bandama und dem Pico de Bandama (dem Berggipfel). Der Landschaftspark liegt zehn Kilometer südlich von Las Palmas auf 325,7 Hektar, wobei Las Palmas, Santa Brigida und Telde zum Park gehören. Der Pico de Bandama ist 574 m hoch, südlich davon liegt die Caldera de Bandama, ein Vulkankrater von einem Kilometer Durchmesser mit einer Tiefe von 200 m. Auf dem Gipfel des Pico de Bandama bietet wiederum eine Aussichtsplattform eine fantastische Aussicht, die an klaren Tagen bis zur Nachbarinsel Fuerteventura reicht. Der Krater erhielt seinen Namen nach dem niederländischen Handelsreisenden Daniel Van Damme, der dort im 16. Jahrhundert Weinstöcke anpflanzen ließ, die auf dem vulkanischen Boden prächtig gediehen. Der gesamte Bandama-Komplex basiert auf vulkanischen Aktivitäten aus dem jüngeren Holozän, einer erdgeschichtlichen Epoche, die vor rund 11.000 Jahren begann. Als durch Eruptionen vor 5.000 Jahren ein Schlackenkegel einstürzte, entstand der heutige Bandama-Komplex. Vom ersten Bewirtschafter Van Damme sind ein Testament, Weinpressen und Vergärungsbecken (lagares) erhalten, all das dokumentiert den frühen Weinbau auf Gran Canaria. In einer Wand der Caldera kann ein Höhlendorf besichtigt werden (Cuevas de Bandama oder Cuevas de los Canarios) das die kanarischen Ureinwohner schon lange vor der spanischen Eroberung angelegt hatten. Diese Guanchen hinterließen Wohnhöhlen und ein Vorratssilo, es sind noch deutlich Kammern mit Fenstern, Treppen und Gänge erkennbar. Die Guanchen könnten Gran Canaria schon vor 3.000 Jahren besiedelt und etwa ab dem vierten christlichen Jahrhundert dort (nach vorherigen Handelsaktivitäten mit Nachbarinseln) isoliert gelebt haben. Das legen archäologische Funde nahe. Ihre Höhlensiedlung ist bemerkenswert, weil sie in dieser Art auf den Kanaren einzigartig ist. Über einem der Höhleneingänge gibt es noch nicht entschlüsselte Petroglyphen (in Stein gearbeitete Felsbilder), die vermuten lassen, dass es einst eine altkanarische Schrift mit Bezügen zu den nordafrikanischen Libyern und Berbern gab. Zu den Cuevas de Bandama ließen wir uns führen. Sie sind nicht ausgeschildert, der Weg zu ihnen ist auch zunächst gar nicht erkennbar – ein echtes Abenteuer.

Unser Ausflug nach Arguineguín

ArguineguínArguineguín gehört zur Gemeinde Mogán, es ist ein kleines Städtchen mit rund 12.000 Einwohnern. Interessant ist der Ort, weil es hier trotz einer guten Autobahnanbindung noch keinen Massentourismus gibt – trotz Strand und Yachthafen. Vielmehr lebt Arguineguín von der Industrie, eine riesige Zementfabrik an der Küste ist schon aus der Ferne sehr gut erkennbar. Vom Hafen aus fahren Schiffe nach Puerto Rico und Puerto de Mogán, in den Hallen an den Docks werden Fische verarbeitet. Wer das ursprüngliche Gran Canaria kennenlernen möchte, sollte einmal Arguineguín besuchen.

Dieser Reisebericht ist eine Gemeinschaftsproduktion mehrerer Mitglieder der Genossenschaft visibleRuhr eG (Dortmund). Die Gepäckstücke (Reisekoffer und Ledertaschen) waren stehts treue Begleiter während der Rundreise auf Gran Canaria.

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